Texte fürs Web sind anders

Texte fürs Web sind anders/Foto: Gerd Altmann, pixelio.de

Du hast ein tragfähiges Geschäftskonzept und kannst deinen Kunden viel bieten, aber du weißt nicht, wie du dich sprachlich in Szene setzen sollst? Erfahre mit deinem Ratgeber von etage2, wie du deine Online-Texte optimierst.

1. Ermögliche eine schnelle Orientierung.

Die meisten Leser richten ihre Aufmerksamkeit zunächst auf die Mitte des Bildschirms und entdecken danach die Umgebung mit den Navigationselementen. Hole deine Kunden dort ab und begleite sie durch deine Webseite.

Erfreue deine Kunde mit:

  • strukturierten Texten,
  • aussagekräftigen Überschriften,
  • kurzen Absätzen,
  • Zusammenfassungen,
  • Aufzählungen,
  • Grafiken/Bildern, die den Text gut ergänzen,
  • Texten, in denen das Wichtigste zuerst steht und
  • einem gemäßigten Hypertext.

Bedenke, dass du vor allem mit externen Links deine Leser aus deinem Text herausführst, statt hinein.

2. Strukturiere die Informationen.

Überschrift (Headline): Ziehe die Aufmerksamkeit deiner Leser auf dich. Bringe den wichtigsten Nutzen des im Text beschriebenen Produktes oder der Dienstleistung auf den Punkt.
Erster Satz des Fließtextes (Copy): Ziehe die Leser weiter in den Text, indem du das Problem präzisierst und auf eine Lösung hinführst. Während die Überschrift zunächst einmal die Aufmerksamkeit der Leser bindet, verstärkt der erste Satz das Interesse an dem Produkt oder der Dienstleistung.
Fließtext: Zeige den Mehrwert und informiere detaillierter über das Produkt. Beachte das Prinzip der umgekehrten Pyramide: das Wichtigste zuerst. Erst die Schlussfolgerung, dann die Begründung.
Handlungsaufforderung:  Anrufen. Bestellen. Termin vereinbaren. Kostenlos testen. Wozu auch immer du die Kunden bewegen willst, gib ihnen unkompliziert die Möglichkeit dazu.

3. Formuliere auch (und vor allem) für Laien leicht verständlich.

Die Tonalität eines Textes ist hier entscheidend. Kunden bevorzugen einfache, informelle Texte. Formelle Texte, wie zum Beispiel Definitionen oder Texte in Fachsprache, sind dagegen schwer zu lesen und halten auf.

4.    Sprich mit deinen Kunden.

Ein guter Werbetext ist ein vorausgedachtes Gespräch. Die Leser möchten nicht monologisch darüber informiert werden, dass du der Innovativste, Schnellste, Beste bist. Sie möchten konkret wissen, welchen Mehrwert du ihnen bieten kannst. Zu viel Eigenlob wird nicht honoriert.

Mach den Test:

  1. Zähle alle Wir/Unser/Ich/Mein-Formulierungen in deinem Webseitentext.
  2. Zähle alle Sie/Ihre-Formulierungen.
  3. Überwiegen die Wir/Unser/Ich/Mein-Formulierungen brauchst du eine stärkere Kundenansprache.

5. »Ohne Weißblech wären Millionen Ravioli obdachlos« – Zeigen, nicht sagen

Der Slogan ist einer der besten überhaupt. Warum? Er zeigt auf charmante und bildhafte Weise, die Unverzichtbarkeit von Weißblech, ohne es direkt zu sagen.

Für dich heißt das:

  • Sage nicht, dass du der Beste bist, sondern zeige deine besten Pferde im Stall.
  • Sage nicht, dass du innovativ bist, sondern zeige dein innovativstes Produkt,
  • Sage nicht, dass dir Kundenfreundlichkeit besonders am Herzen liegt, sondern sei bereits auf deiner Webseite kundenfreundlich.

 

FotoGerd Altmann, pixelio.de